Bürgerbeteiligung statt Hauruck-Aktion:
Unser Antrag zum Ratsbegehren in Goldbach
Die geplante Umgestaltung des Rathausumfeldes (inklusive Rathausplatz und Parkplatz) sowie des Areals um das alte Feuerwehrhaus ist das mit Abstand größte und prägendste Projekt für den Kern unserer Marktgemeinde in den kommenden Jahren. Ein solches Jahrhundertprojekt greift massiv in das Herz unseres Ortes ein und betrifft jeden einzelnen Einwohner unmittelbar.
Unser Standpunkt: Aktuell ist in der Projektplanung lediglich eine unverbindliche Bürgerbefragung bzw. Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Wir sagen ganz klar: Bei einem Vorhaben dieser Tragweite reicht eine reine Unverbindlichkeit nicht aus. Die Bürgerinnen und Bürger müssen das erste und letzte Wort haben – durch ein verbindliches Ratsbegehren!
Warum ein Ratsbegehren der einzig richtige Weg ist
Aus Sicht unserer Fraktion sprechen gewichtige Gründe für diesen konsequent demokratischen Schritt:
Echte Verbindlichkeit statt Alibi-Befragung: Eine bloße Öffentlichkeitsbeteiligung bindet den Marktgemeinderat rechtlich zu nichts und lässt Raum für spätere Enttäuschungen. Ein Bürgerentscheid hingegen schafft ein klares, verbindliches Fundament für die weitere Arbeit.
Verantwortung bei klammen Kassen: Unsere Marktgemeinde steht mit rund 20 Millionen Euro in der Schuldenkreide. Auch wenn staatliche Fördermittel von bis zu 80 % im Raum stehen, muss der verbleibende Eigenanteil von der Gemeinde gestemmt werden – und auch Fördermittel sind letztlich hart erarbeitete Steuergelder. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss die Bürgerschaft selbst entscheiden, ob diese Millioneninvestition jetzt oberste Priorität hat.
Vermeidung unnötiger Planungskosten: Bevor teure Architektenwettbewerbe und Planungsphasen starten, muss zwingend feststehen, ob die Bevölkerung den grundlegenden Weggang vom reinen Parkplatz hin zu einem umgestalteten Platz überhaupt mehrheitlich mitträgt.
Bewährtes Vorbild: Ein hervorragendes Beispiel für einen solchen transparenten Prozess lieferte bereits 2011 die Stadt Kempten, wo die Bürgerschaft über die Neugestaltung des Hildegardplatzes verbindlich abstimmen konnte. Diesen demokratischen Mut sollten wir auch in Goldbach aufbringen.
Wie geht es weiter?
Wir haben unseren offiziellen Antrag (gemäß Art. 18a Abs. 2 GO) am 23. Juli 2026 bei der 1. Bürgermeisterin Sandra Rußmann eingereicht und beantragt, das Thema zeitnah auf die Tagesordnung des Marktgemeinderates zu setzen. Wir erwarten von den Kolleginnen und Kollegen im Gremium, dass sie sich dieser fairen und transparenten Form der Bürgerbeteiligung nicht verschließen.
Wir halten Sie an dieser Stelle und über unsere weiteren Kanäle über die Reaktionen im Gemeinderat und den fortlaufenden Verlauf auf dem Laufenden!
Timo Staab & Patrick Pfeifer
Marktgemeinderäte (AfD) Goldbach


